Motive und Risikowahrnehmung im Risikosport - Eine Analyse von fünf Risikosportarten - Risikomanagement-Blog

Die vorliegende Arbeit untersucht Motive für die Partizipation am Risikosport und die Risikowahrnehmung der Risikosportler. Die Probanden sind männliche Sportler, die eine oder mehrere Risikosportarten wie Base Jumping, Downhill Biking, Extrembergsteigen, Fallschirmspringen oder Freeriding betreiben. Denen gegenübergestellt wird eine Kontrollgruppe bestehend aus Sportstudenten, die Nicht-Risikosport betreiben.
Eine Zusammenstellung von Motiven für die Risikosport-partizipation aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie der Verhaltenspsychologie oder biologie, der Psychoanalytik, der Geschichte etc. zeigt eine mögliche Motivlandschaft auf. Das Sensation Seeking-Motiv, welches aus einem Konzept von Marvin Zuckerman (1994) stammt, wird separat und vertieft behandelt und auf dessen Stellenwert in der Motivlandschaft analysiert. Das Sensation Seeking-Motiv beschreibt
ein Persönlichkeitsmerkmal, das durch das Bedürfnis nach Abwechslung und der ständigen Suche nach neuen, intensiven Reizen gekennzeichnet ist.

Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung zeigen, dass das Sensation Seeking-Motiv neben den Motiven Bewegungsfreude, Natur und Erholung einen hohen Stellenwert hat. Das Leistungs-, Fitness und Kontakt-Motiv scheint für die Risikosportler eine untergeordnete Rolle zu spielen. Dass Risikosportler der untersuchten Risikosportarten hohe Sensation Seeker sind und sich die Risikosportarten gering in ihrem Sensation Seeking-Niveau unterscheiden, sind weitere Erkenntnisse. Kaum Unterschiede im Sensation Seeking-Niveau gibt es zwischen Experten und Novizen,
jedoch besteht ein signifikanter Unterschied im Vergleich zu den Sportstudenten.

Die Analyse der subjektiven Risikowahrnehmung der Risikosportler ergibt, dass von allen Sportlern die eigene Sportart nicht als gefährlich sondern als eher mittel- bis wenig gefährlich eingestuft wird. Die Kontrollgruppe schätzt die Gefahr in den Risikosportarten ähnlich ein wie die Risikosportler selbst. Ebenfalls keinen Unterschied gibt es in der subjektiven Risikowahrnehmung zwischen Novizen und Experten.
Ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Sensation Seeking-Niveau und der subjektiven Wahrnehmung wird falsifiziert.

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